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13.10.2015: Väter wünschen sich mehr Unterstützung von Arbeitgebern

05.02.2016
Susanne Schwanzer

Väter suchen mehr Unterstützung durch die Betriebe. Zugleich sind sie über bestehende betriebliche Angebote zu wenig informiert – dieses nur vordergründig widersprüchliche Ergebnis förderte das 1. Väterbarometer des dt. Familienministeriums mit einer Befragung von 1.000 Vätern in 300 Betrieben zutage.

Viele berufstätige Väter würden gerne mehr Zeit mit der Familie verbringen. Sie wünschen sich Arbeitsbedingungen, die ihrer Elternrolle stärker entgegenkommen. Ihre Arbeitgeber halten sich allerdings für väterfreundlich genug, wie eine aktuelle Umfrage zeigt.

Die Unternehmen schätzen die Vereinbarkeit von Job und Familie demnach als besser ein, als es die Väter tun. Zwei Drittel der Arbeitgeber planen keine weiteren Maßnahmen, um den männlichen Mitarbeitern mit Kind den Spagat zwischen Arbeit und Familienleben zu erleichtern. Die Arbeitnehmer sehen hingegen noch deutlichen Handlungsbedarf. Das ergab eine repräsentative Umfrage unter 1.000 Vätern und 300 Arbeitgebern.

Väter wollen weniger und flexibler arbeiten

Dt.Väterbarometer_HauptgrafikVor allem wünschen sich die Beschäftigten kürzere Arbeitszeiten, um sich mehr in der Familie engagieren zu können. Mehr als jeder Zweite der befragten Väter (54 Prozent) sagte, er würde gerne weniger arbeiten. Lediglich ein Drittel ist mit der eigenen Arbeitszeit zufrieden. Jeder Fünfte möchte sie zudem flexibler planen können. Außerdem ist es für 40 Prozent der Väter schwer bis unmöglich, kurzfristig freizubekommen, wenn einmal die Kinderbetreuung ausfällt.

Mangelndes Wissen über die Arbeitgeberangebote

Die Probleme scheinn allerdings nicht nur in einer wenig väterfreundlichen Unternehmenskultur zu liegen. Oftmals sind die Männer einfach nicht ausreichend über die betrieblichen Angebote informiert. Vier von fünf Unternehmen gaben an, sowohl Müttern als auch Vätern die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit zu bieten. Dies ist jedoch nur einem Drittel der befragten Väter bekannt. Bei jedem zweiten Arbeitgeber ist mobiles Arbeiten, etwa im Home Office, möglich. Aber auch davon weiß lediglich ein Drittel der Väter.

Für das „Erste Väter-Barometer“ wurden rund 1.000 abhängig beschäftigte Väter mit minder-jährigen Kindern und 300 Arbeitgeber befragt. Herausgeber ist die Initiative „Erfolgsfaktor Familie“ des deutschen Bundesfamilienministeriums.

Weitere Informationen und einen Download der Umfrageergebnisse finden Sie hier auf der Website des dt. Familienministeriums. Der obige, zusammenfassender Artikel erschien u.A. in personalwirtschaft.de